Scheuertest

Mit dem Scheuertest wird die Scheuer- bzw. Abriebfestigkeit von Drucken überprüft. Speziell bei Druckprodukten, die in der Verpackungsindustrie eingesetzt werden sollen, spielt dies eine sehr große Rolle. Hier wird eine hohe Festigkeit gegenüber solchen scheuernden Beanspruchungen gefordert, die z. B. beim Transport der Verpackungen entstehen. Aber auch für andere Drucksachen ist die Scheuerfestigkeit ein wichtiges Qualitätskriterium, z. B. wenn die bedruckten Bogen eines Bildbandes von der Druckerei zum Weiterverarbeitungsbetrieb oder Veredler transportiert werden und innerhalb des Stapels Bewegungen auftreten.

Für die Überprüfung der Scheuerfestigkeit sind verschiedene Geräte im Einsatz. Das Akkreditierte Prüflabor Druckqualität und Weiterverarbeitung des Sächsischen Instituts für die Druckindustrie nutzt für diese Prüfung über einen Quartant-Scheuertester der Fa. Prüfbau. Dazu werden die zu untersuchenden Proben auf einen Träger gespannt. Die Scheuerkörper mit einer Masse von 600 g werden mit einer Gegenscheurprobe mit einem Durchmesser von 50 mm bestückt. Nach dem Einhängen in das Gerät und dem Start des Prüfvorgangs führt der Gegenscheuerkörper bei jedem Hub eine Hin- und Herbewegung sowie eine gleichzeitige Drehbewegung aus. Die Wahl der Hubanzahl ist dabei variabel. Der Scheuereffekt wird nach Abschluss der Prüfung visuell oder durch eine Messung der Farbdichte oder des Farbortes am Druck oder an der Konterprobe beurteilt.