Farbergiebigkeit

Je nach verbrauchter Farbmenge zum Erreichen eines bestimmten Druckergebnisses (Farbdichte, L*a*b*-Wert) wird eine Farbe als ergiebig bezeichnet. Ziel ist es, mit geringem Farbverbrauch das gewünschte Druckergebnis unter Erreichen der o. g. Qualitätskriterien zu erreichen. Gerade für Rollenoffsetdruckereien, die große Mengen Druckfarbe verbrauchen ist eine Angabe zur Farbergiebigkeit von hohem Nutzen, verbergen sich doch dort Einsparpotentiale.

Die Überprüfung der Farbergiebigkeit kann im Akkreditierten Prüflabor Druckqualität und Weiterverarbeitung des Sächsischen Instituts für die Druckindustrie durchgeführt werden. Am Probedruckgerät werden Andrucke mit abgestuften Schichtdicken hergestellt. Dazu wird zunächst mit überhöhtem Farbangebot ein Abdruck gemacht und danach weitere Abdrucke mit abnehmender Farbmenge. Die an die Probedruckstreifen übertragene Farbmenge wird durch Auswiegen der eingefärbten Druckwalze vor und nach dem Abdruck mit einer Analysenwaage bestimmt.

Anschließend werden die dabei erreichten Farbdichten gemessen (Tollenaar-Kurve). Daraus kann die benötigte Farbmenge für das Erreichen einer vorgegebenen Dichte bzw. die Ergiebigkeit berechnet werden.

Weiterhin wird durch spektrale Farbmessung bestimmt, bei welcher Dichte ein bestimmter Farbort (L*a*b*-Wert) erreicht wird.