Dichte

Volumendichte ist die in einer Volumeneinheit enthaltene Masse einer Substanz; wird in g/cm³ angegeben; z. B. hat Wasser bei einer Temperatur von 4°C eine Dichte von 1,0 g/cm³, Aluminium von 2,7 g/cm³ und Gold von 19,3 g/cm³.

Optische Dichte ist das Maß der Lichtabsorption oder Opazität einer Fotografie oder eines gedruckten Produktes.

Die Volumendichte spielt in der grafischen Industrie ebenfalls eine Rolle, jedoch ist die Bestimmung der optischen Dichte die wesentlich öfter herangezogene Messung. Der Farbeindruck entsteht nur im Zusammenhang mit Licht. Dieses trifft auf eine lasierende Farbe, die sich auf dem Substrat befindet, auf. Das Licht bestimmter Wellenlängen wird durch die Pigmente absorbiert und das verbliebene Licht von der Substratoberfläche remittiert (diffus reflektiert). Nach einem weiteren Durchgang durch die die lasierende Farbschicht tritt der verbliebene Farbanteil wieder aus. Dieser Anteil des Lichts wird jetzt durch den Betrachter wahrgenommen. Zur Messung der optischen Dichte kommen Densitometer zum Einsatz.

Die Schichtdicke ist also verantwortlich, wieviel Licht bestimmter Wellenlängen durch die Farbe absorbiert wird. Eine dickere Farbschicht wird also immer mehr Licht absorbieren und als ein dunklerer Farbton vom Betrachter gesehen werden als eine dünnere.

Zur Beschreibung der optischen Dichte wird der Remissionsgrad β herangezogen. Dieser beschreibt das Verhältnis des remittierten Lichtstroms einer Probe zum Lichtstrom einer weißen Probe. In der grafischen Industrie wird eine bedruckte Probe mit unbedrucktem Material verglichen. Die optische Dichte für Druckmuster ist der negative dekadische Logarithmus des Remissionsgrades.

D=-lg β

Analog dazu gilt, dass die optische Dichte für Durchsichtbilder der negative dekadische Logarithmus des Transmissionsgrades (τ) ist.

D=-lg τ

Nasse und trockene Druckfarbe unterscheiden sich hinsichtlich der optischen Dichte. Bei einer frisch aufgetragenen Farbe wird aufgrund der eher glatten Oberfläche ein größerer Anteil des Lichts  direkt reflektiert, was einen höheren Wert der optischen Dichte ergibt. Mit der Trocknung der Farbe erfolgt gleichzeitig eine Anpassung des Farbfilms an die unregelmäßige Substratoberfläche. Das hat zur Folge, dass das auftreffende Licht stärker gestreut wird, weniger von der Oberfläche reflektiert wird und damit ein geringerer Wert der optischen Dichte erreicht wird. Das ist besonders von Bedeutung, wenn die Bogen an der Druckmaschine einer Prüfung der optischen Dichte unterzogen werden.

Die optische Dichte sagt allerdings nichts über den Farbton aus. Unterschiedliche Farbtöne können je nach Farbschichtdicke den gleichen Wert der optischen Dichte besitzen (siehe CIE-Farbraum, Farbabstand).

Die optische Dichte ist ein Qualitätskriterium, das auch zur Abnahme von Druckmaschinen sowie für die Zertifizierung eines Unternehmens nach ProzessStandard Offsetdruck (PSO) genutzt wird. Die beiden genannten Aufgaben werden als Dienstleistung des Akkreditierten Labors Druckqualität und Weiterverarbeitung des Sächsischen Instituts für die Druckindustrie angeboten.